Interkulturelle und diskriminierungssensible Pflege in der GesA: Vorurteilsbewusstsein stärken und Vielfalt als Ressource nutzen
In unseren Seniorenzentren begegnen sich täglich Bewohner*innen und Beschäftigte mit unterschiedlichen biografischen Erfahrungen, Werteeinstellungen, Sprachen, sozialer Herkunft sowie verschiedenen Verständnissen von Gesundheit, Ritualen, Trauer und Tod. Sie alle gestalten die Zusammenarbeit und das Zusammenleben vor Ort und tragen dazu bei, dass unsere Einrichtungen zu einem Ort des Miteinanders werden können. Bewusste und unbewusste gesellschaftliche und individuelle Normvorstellungen, Vorurteile und diskriminierende Einstellungen können das Miteinander dabei erheblich belasten. Mit dieser Fortbildung gehen wir den eignen (un)bewussten Vorurteilen und Denkmustern, die unser Verhalten beeinflussen, auf die Schliche und stärken die eigene diskriminierungskritische und vielfaltsbewusste Haltung.
Anhand von theoretischen Grundlagen, Sensibilisierungsübungen und Fallbeispielen – gerne aus der eigenen Praxis – werden die Mechanismen, Wirkweisen und Auswirkungen von Diskriminierung im Pflegealltag herausgearbeitet. Mit praxisnahen Ansätzen werden Wege aufgezeigt, um bei entsprechenden Vorfällen professionell zu reagieren und diskriminierungskritisches Handeln im Alltag zu verankern, um so der wachsenden Vielfalt und Unterschiedlichkeit in der eigenen Einrichtung gerecht zu werden. Der Workshop schafft Raum für Reflexion und Austausch mit dem Anliegen, die respektvolle und inklusive Pflege in den Pflegeeinrichtungen der GesA zu fördern.
Zielgruppe: Beschäftigte in den Seniorenzentren der AWO GesA, die die Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion mitbringen. Vorab erhalten die Teilnehmenden eine kurze Bedarfsabfrage, um den Workshop zielgerichtet zu gestalten.
Referentinnen: Leona Balatsiou Adjaye vom Institut zur Interkulturellen Öffnung (IzIkÖ) und Lea Korossy aus dem Projekt „Gemeinsam.Vielfältig.Engagiert“ der AWO Mittelrhein.
Die Referentinnen legen großen Wert auf eine rassismuskritische Auseinandersetzung mit den Inhalten. Die Methoden des Workshops orientieren sich am Diversity-Ansatz, der Antirassismusarbeit sowie bewährten Konzepten wie dem „Anti-Bias“-Ansatz und Theorien zur Inklusion.
| Kursnummer | A26-11.2 |
| Beginn | Di., 13.10.2026, um 09:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort |
Rhonestr. 5, 50765 Köln
(Barrierefrei zugänglich) |
| Kursleitung |
Lea Korossy
Leona Balatsiou Adjaye |
| Entgelt | 40,00 € inklusive Ganztagsverpflegung |
Kurstermine 1
| Nummer | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | Dienstag • 13.10.2026 • 09:00 - 16:30 Uhr |