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Suchterkrankungen bei Bewohner*innen

Sucht im Alter

Die steigende Zahl suchtkranker Menschen stellt Mitarbeiter*innen in stationären und ambulanten Einrichtungen vor wachsende Herausforderungen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich der Anteil der alkoholkranken Bewohner*innen über 65 Jahre auf 10 - 20 % beläuft. Eine Medikamentenabhängigkeit ist ebenfalls bei älteren Menschen weit verbreitet.


In der Pflege ist es wichtig, das Thema Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit nicht als Tabu zu betrachten. Einrichtungen sollten ihre Teams gezielt auf den Umgang mit suchtkranken Senior*innen vorbereiten und auch Angehörige unterstützen. Im Gegensatz zu bekannten Krankheiten wie Demenz oder Herzerkrankungen wird die Suchtkrankheit, insbesondere Alkoholabhängigkeit, oft unterschätzt und wenig erforscht.


Die Herausforderung für Pflegekräfte besteht darin, mit einer Krankheit umzugehen, bei der sie vor einem moralischen Dilemma stehen. Einerseits müssen sie sich um die Gesundheit der Bewohner*innen kümmern und ihre Fürsorgepflicht erfüllen, andererseits dürfen sie die Autonomie und Selbstbestimmung der Bewohner*innen nicht einschränken. Diese Balance zu finden, ist besonders schwierig. Es ist nicht die richtige Lösung, alkohol- oder medikamentenabhängigen Bewohner*innen einfach den Zugang zu entziehen. Ein nicht ärztlich überwachter Entzug sollte vermieden werden, besonders wenn die betroffene Person nicht bereit oder nicht dazu in der Lage ist. Es ist wichtig, das Problem sensibel anzusprechen und die betroffene Person in den Prozess einzubeziehen, ohne ihre Autonomie zu beeinträchtigen.


Inhalt

  • Entstehung von Suchterkrankungen
  • Symptome von Suchterkrankungen
  • Auswirkungen und Folgen von Suchterkrankungen
  • Pflegerische und soziale Besonderheiten
  • Alkoholabhängigkeit (Entstehung, Auswirkungen, Korsakow-Syndrom etc.)
  • Medikamentenabhängigkeit (Schlaf- und Beruhigungsmittel)
  • Heroinabhängigkeit
  • Sonstige Drogen


Dieses Seminar vermittelt den Teilnehmer*innen die Ursachen, Auswirkungen und Folgen von Suchterkrankungen, um ihr Verständnis zu verbessern und zur integrativen Betreuung suchtkranker Menschen beizutragen. In vielen Alten- und Pflegeeinrichtungen fehlt nicht nur fachliche Kompetenz bei der Betreuung Suchtkranker, sondern auch Vorurteile und Ängste erschweren das Leben dieser Menschen. Eine respektvolle, vorurteilsfreie Behandlung kann entscheidend sein, ebenso wie eine kompetente Betreuung in Zusammenarbeit mit Suchthilfe- oder Therapieeinrichtungen.


Hinweis: Diese Fortbildung kann nach § 43 b SGB XI als Pflichtfortbildung für Alltagsbegleiter*innen anerkannt werden.

Ebenso kann diese Fortbildung als Auffrischung für Praxisanleitungen anerkannt werden.


Zielgruppe: alle Interessierten

Status: Anmeldung möglich

aktuell 9 freie Plätze

Kursnr.: A24-09

Beginn: Di., 04.06.2024

Ende: Di., 04.06.2024

Dauer: 1 Tag

Anmeldeschluss: 22.05.2024

Teilnehmergebühr: 90,00 € inklusive Verpflegung



1: interne Teilnehmer*innen sind alle Mitarbeiter*innen des AWO Bezirksverbands Mittelrhein und seiner Tochtergesellschaften

AWO Seniorenzentrum Herzogenrath
Marie-Juchacz-Str. 4
52134 Herzogenrath

Datum
04.06.2024
Uhrzeit
09:00 - 16:30 Uhr
Ort
AWO Seniorenzentrum Herzogenrath